Demo

Wer legt Hand an?

Presseerklärung von ProGaslicht nennt Hintergründe

Geht doch:

Wir zeigen hier eine Gasleuchte, wie sie als Modell in Frankfurt am Main zu finden ist. Doch es gibt einen großen Unterschied: Wir haben ein modernes Zündgerät der Firma GBS Leuchten in Aschaffenburg, das mit Solarenergie funktioniert, eingebaut. Keine teuren und energieintensiven Zündflammen mehr, sondern eine elektronische Funkenzündung (wie bei modernen Gasherden). Keine Batterien mehr, die das Zünd- bzw. Schaltgerät betreiben, stattdessen sorgt ein Solardämmerungsschalter zusammen mit einem Magnetventil für das zuverlässige Ein- und Ausschalten der Gasleuchte. Die Solarzelle (schwarzes Paneel an der Lyra) speichert den zur Funkenzündung notwendigen Strom. Das Solarpaneel mit integrierter Flammenüberwachung (Pfeil) nimmt sowohl das Licht der Gasleuchte selbst als auch das Tageslicht (Sonnenlicht) auf und wandelt die Energie später in den notwendigen Strom für das Ein- und Ausschalten des Schaltgerätes um. Wir haben die Gasleuchte mit vier anstatt sechs Glühkörpern (Flammen) ausgestattet, dies ist bei sachgerechter Wartung und Pflege für den Betrieb in Wohnstraßen völlig ausreichend und Energie sparend. Zusammengerechnet lässt sich einsparen: 30-35 % Gasverbrauch bei Reduzierung der Flammenanzahl von sechs auf vier und Weglassen der (Dauer-)Zündflamme, außerdem werden Batterien überflüssig.

GICs Modell 52

GICS - Modell 52 mit neuester Technik

Es ist also kein Problem, die Gasleuchten mit moderner Technik auszustatten, dabei Energie und Material einzusparen und die Leuchten viel kostengünstiger als bisher zu betreiben. Die Investitionssumme für den Einbau dieses modernen Schaltgerätes würde bei einem Bestand von aktuell 5500 Frankfurter Gasleuchten etwa 1 Million Euro betragen.

Petition

Die Petition zum Erhalt des Frankfurter Gaslichtes wr erfolgreich. Die geforderte Zahl Zeichner erreicht. "Danke" an alle Unterzeichner!.

Pro Gaslicht wendet sich gegen den Totalabriss in Frankfurt:

PRESSEERKLÄRUNG vom 7.4.2014 Abriss der öffentlichen Gas-Straßenbeleuchtung in Frankfurt Der Verein ProGaslicht, ein überregionaler Zusammenschluss engagierter Bürger, zu dem auch Experten für Gasbeleuchtungstechnik gehören, lehnt den Plan, sämtliche Gasstraßenleuchten (Gaslaternen) Frankfurts zu entfernen, ab. Frankfurts Gasleuchten sind als kulturelles Erbe der Stadt zu betrachten. Das auch heute hergestellte Grundmodell der FrankfurterGasbeleuchtung aus dem Jahr 1952 ist ein typisches Beispiel für die Nachkriegsmoderne. Dieser Leuchtentyp existiert künftig nur in Frankfurt und ist damit einzigartig. Die Leuchte wurde nur für den Gasbetrieb entwickelt undgebaut. Zahlen zum angeblichen Verschleiß der Gaslichtmaste, aber auch zum Betrieb und zur Wartung der Gasleuchten sind völlig überhöht angesetzt, widersprechen allen Vergleichen mit anderen Städten. Offenbar bewusst wurden Möglichkeiten, die Gasbeleuchtung günstiger zu betreiben, zum Beispiel durch den Einsatz neu entwickelter Glühkörper aus Deutschland, ignoriert. Schien das Geschäft, mit 58 Millionen Euro neue elektrische Leuchten zu installieren, interessanter? Die Gasleuchten mögen eine schlechtere Ökobilanz als elektrische Leuchten haben. Dagegen stehen ihre Vorteile: Sie sind wesentlich langlebiger, bestehen im Gegensatz zu Elektroleuchten komplett aus nachhaltigem Material, verursachen keinerlei Lichtsmog (gegenüber den in Frankfurt bevorzugten elektrischen Natriumdampflampen), sind absolut Menschen- Tier- und Umweltfreundlich. Ihr warmes, goldenes und blendfreies Licht sorgt für Urbanität in den Wohnvierteln und hat eine Identitätsstiftende Wirkung. Sie werden auch heute ebenso wie ihre Ersatzteile durch entsprechende Fachfirmen hergestellt. Wir halten es für grotesk, wenn in Frankfurt einerseits mit erheblichem Aufwand ein Stück Altstadt wieder aufgebaut, gleichzeitig aber ein inzwischen äußerst selten gewordenes authentisches Gasbeleuchtungssystem samt speziellem Frankfurter Gasleuchten-Modell mit immensem Finanzaufwand entfernt wird. Joachim Raetzer (Vorsitzender), Bettina Grimm (2. Vorsitzende)

Aufruf

Zusammenfassung der Argumente des Bürgervereins Dichterviertel

die gegen den Austausch von Gaslaternen durch Elektrolampen sprechen. Wir behandeln ja am Donnerstag dieses Thema. Ich habe bei einer Internetrecherche herausgefunden: Die SRM Straßenbeleuchtung Rhein-Main GmbH ist eine Tochter der mainova. Die mainova gehört zu 75,2 % der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding, zu 24,5 % der Thüga Aktiengesellschaft, zu 0,3 % irgendwelchen nicht Genannten. Die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH ist eine 100prozentige Tochter der Stadt Frankfurt. Die Thüga Aktiengesellschaft bildet zusammen mit Thüga Management GmbH und Contigas Deutsche Aktiengesellschaft die Thüga Holding GmbH und Co KG aA. Anteilseigner dieser Holding sind Stadtwerke Hannover AG zu 20,5 %, Mainova AG zu 20,5 %, N-Ergie AG zu 20,5 %, Kom 9 GmbH u. Co KG zu 38,4 %. Verwirrend? In jedem Fall. Dabei sind die weiteren Beteiligten wie Stadtwerke Hannover, N-Ergie und Kom 9 noch nicht aufgeschlüsselt, auch nicht diejenigen bekannt, die die Aktienpakete halten. Wer verdient eigentlich Geld auf diesem Karussell? Bei einem groben Überblick sieht es so aus: ein Beispiel: Austausch einer Gaslaterne 1000 € (diese Zahl wegen der einfacheren Betrachtung). Stadt Frankfurt zahlt also an SRM 1000,00 €. Diese kauft dafür eine Gaslaterne und stellt sie auf. Verbleibt bei SRM der Betrag von 1000 € minus Kosten für Laterne und Arbeitslohn. Von diesem verbleibenden Betrag x werden anteilig die Büro- und Managerkosten der SRM gezahlt. Es bleibt dann hoffentlich noch etwas übrig. Ob und wieviel von dem Rest an die mainova abgeführt wird, ist unklar, weil uns der Tochter-Mutter-Abführungsvertrag nicht bekannt ist. Gehen wir mal davon aus, dass die SRM einen bestimmten Prozentsatz an die mainova-Mutter abführt. Die mainova bezahlt davon anteilig Büroorganisation und Mangergehälter und von dem, was dann noch übrig ist, zahlt sie 75,2 % an die Stadtwerke Frankfurt. Diese bezahlen davon anteilig Büroorganistion und Managergehälter und kehren den Rest an die Stadt Frankfurt aus. Ist überhaupt etwas übriggeblieben? Wer hat auf diesem Karussell real Geld bekommen? Sicherlich ist mein Beispiel etwas einfach dargestellt. Aber schon diese einfache Darstellung führt zur Verwirrung. Als Steuerzahler fragt man sich: Warum kauft die Stadt Frankfurt nicht selbst die Gaslampen, stellt sie mit den eigenen MItarbeitern selbst auf und hat dann in jedem Fall eine geringere Ausgabe je Gaslaterne als 1000 €. Vielleicht liegt die Lösung für den von der Stadt Frankfurt forcierten Gaslaternenaustausch auf diesem Karussell. Ich habe aber keine Ahnung, wie und wo. Außerdem habe ich so die leise Vermutung, dass von dem Karussell am Ende nichts für die Stadt Frankfurt abfällt. Dann ist es aber noch unverständlicher, dass die Stadt Frankfurt sich auf dieses Gaslampen-Karussell einläßt. Es sind also viele Fragen offen. Hier hätten wir ein Thema für ein Parteiengespräch und eine Bürgerfragestunde. Ich bin auf Ihre Diskussionsbeiträge am Donnerstag gespannt.

Mit vielen Gruessen

Annemarie Pawellek-Bromma
1. Vorsitzende Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Bürger- und Bezirksvereine e.V.
Alt Heddernheim 30 60439 Frankfurt am Main
info@buergerarge-ffm.de
www.buergerarge-ffm.de

Begründung der Magistratsvorlage:

Vorlage

Stellungnahme/Widerlegung der in der Magistratsvorlage genannten Gründe:

Magistratsvorlage Stellungnahme / Widerlegung
89% (4.840 Stück) der Frankfurter Gasleuchtenmaste müssen in den nächsten 10 Jahren ersetzt werden. Gasmaste sind extrem langlebig. Berliner Gaswerke AG: Im Zeitraum von 1990 bis 2000 wurden bei 44.000 Gasleuchten weniger als 600 Maste ausgewechselt, also weniger als 60 Stück pro Jahr (weniger als 0,15 %). Eine ähnlich niedrige Quote gilt auch für Düsseldorf. Es existiert kein Prüfverfahren für die Standsicherheit von Gaslichtmasten. Eine Durchrostung ist technisch nahezu ausgeschlossen.
404 € jährliche Energiekosten je Gasleuchte Viel zu hoch! In NRW (Nettetal) bei 654 kwh pro Glühkörper und Jahr = 125 € pro vierflammiger Gasleuchte (2010). Für Frank-furt fehlt die entscheidende Kalkulations-grundlage: wieviel kWh Gas verbraucht eine Gaslaterne in Frankfurt? In Frankfurt wird der Verbrauch seit Jahrzehnten geschätzt und liegt fast doppelt so hoch wie bei einer Gasleuchte mit angeschlossener Gasuhr.
Störquote von 117 % bei Gasleuchten versus 17 % bei Elektroleuchten Laut technischem Jahresbericht (2000) der Berliner Gaswerke AG bei 44.000 (!) Gasleuchten eine Störquote von durch-schnittlich 4 % p.a.
Import, Entsorgung der radioaktiven Glühkörper Jedes Kilo Kaffee hat mehr radioaktive Eigen-Strahlung als ein Glühkörper. Sämtliche Reste von Frankfurter Glühkörpern belaufen sich auf geschätzte 300- 400 Gramm p.a. Berlin: bei 44.000 Gasleuchten waren es 2-3 Kilogramm angefallene Asche pro Jahr. Kein Quecksilber wie bei Elektrolampen.
Ersatzteile und Verbrauchsgüter für Gasbeleuchtung sind weltweit nur noch von Monopolisten und/oder als Sonder-anfertigungen zu stark erhöhten Preisen erhältlich. Langfristige Versorgungs-sicherheit nicht gewährleistet Nicht korrekt. http://www.wlw.de/treffer/gluehstruempfe-fuer-gaslampen.html Die Fa. Petromax im Magdeburg stellt seit einiger Zeit Glühkörper mit und ohne Thoriumoxid her, beliefert z.B. Lübeck und Baden-Baden sowie teilweise Berlin.
1421 Gasleuchten sollen auf LED umgerüstet werden. Umrüstung auf LED kostet je Lichtpunkt ca. 10.905 € Das sind weit mehr als 10%. Eine Vergeudung 15 von Mio. €, denn 89% aller Gasleuchten-maste sind doch angeblich marode. Beibe-haltung der Gasleuchten erfordert keine Investition
Anschaffungspreis, Energiekosten und Betriebsführungskosten sind mit 1% p.a. dynamisiert. Das spricht jeder Erfahrung mit den Strompreiserhöhungen der Mainova Hohn. Erst im November wurde eine Strompreiserhöhung für Frankfurt von 2,35 % zum 1.1.2014 bekannt-gegeben; 2012 waren es sogar 6,5%. Auch die Annahme, dass die Folgekosten über einen Zeitraum von 10 Jahren unterhalb der Infla-tionsrate steigen, ist viel zu optimistisch.
Das Leuchtmittel Gas ist in keinem Bereich Gegenstand des Denkmalschutzes. ... Die denkmalrechtlichen Genehmigungen werden jeweils für die einzelnen Maßnahmen erwirkt. Das Denkmalamt der Stadt Frankfurt hat mit Schreiben vom 24.1.2013 an Prof. Dr. Christian Hafke festgestellt, dass es zusammen mit dem Landesamt für Denkmal-pflege der Auffassung ist, dass die „Gaslaternen zusammen mit ihrem Gaslicht ... schützenswert sind“. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt eben-falls. Das Landesdenkmalamt Sachsen hat 2012 den Denkmalschutz für Gaslaternen festgelegt.